Aus aktuellem Anlass: Containerschiff sinkt vor der Küste Jemens – Eastwest verliert Ware

Vor der Küste des Jemen ist ein Schiff gesunken. An sich ist dies eine nicht allzu aufregende Nachricht, so etwas passiert ab und zu. Allerdings hat das Sinken der MOL Comfort für Eastwest eine direkte Bedeutung: Denn auf dem Frachtschiff befanden sich 8000 Container mit Ware – darunter 1 Container von Eastwest-Trading! Das Bersten muss zudem ziemlich dramatisch verlaufen sein, wie die Seefahrtsseite www.gcaptain.com berichtet: 200 Meilen vor der Küste brach das Schiff in zwei Teile. Alle 26 Crewmitglieder, darunter Russen und Filippinos, konnten mit Schlauchbooten gerettet werden – die Männer wurden von anderen Schiffen aufgenommen, die zur Unglücksstelle geeilt waren.

Als Ursache für das Unglück wird Materialmüdigkeit und ein schadhaftes Heck vermutet. Laut Gcaptain stelle dies allerdings ein Rätsel dar: „Das hätte nicht passieren dürfen. Containerschiffe werden für einen langjährigen Einsatz konzipiert und dafür, auch hohen Wellen standzuhalten“, so die Experten, die sich auf die Aussagen von Schiffsbauarchitekten berufen. Spekuliert wird ebenfalls, ob die Fracht falsch verladen worden war und falsch verlagertes Gewicht ein Problem darstellen konnte.

Jedenfalls herrscht zum Zeitpunkt des Unfalls zwar eine raue See, jedoch kein Orkan oder ein schwerer Sturm. Laut Gcaptain war die MOL Comfort gerade einmal 5 Jahre alt. Noch am, Morgen des 18. Juni trieben offenbar die beiden getrennten Schiffsteile im Meer, sanken dann.

Die einzig gute Nachricht ist: Zu Lieferengpässen bei den Pflanzkübeln und Blumenkübeln wird es nicht kommen. „Wir haben genug Ware auf Lager. Der Verlust des Containers schmerzt zwar, aber die Kunden werden dies nicht an einem mangelnden Angebot spüren“, sagt der Inhaber Stephan Hack. Zudem sei bei  Hersteller sofort nachgeordert worden. Beladen war der Container mit vielen hohen Pflanztöpfen 90 und 100cm in grau und schwarz, sowie quadratischen Pflanzkübeln in grau und weiß. Darüber hinaus enthielt der Unglückscontainer die sehr gefragten Pflanztröge 100cm – deren Verlust ist noch am ehesten schwierig zu verkraften. „Von den Pflanztrögen haben wir eigentlich immer zu wenig. Insofern fehlen die 54 Stück aus der MOL Comfort“, erklärt Hack. Gleichwohl werde nur wenige Tage später ein weitere Container im Lager Immenstaad erwartet und darin befänden sich bis zu 130 Pflanztröge – diese müssen den versunkenen Inhalt nun ausgleichen.

Denn Hoffnung auf Rettung der Ware gibt es natürlich nicht. Da beide geborstenen Schiffsteile inzwischen auf dem Grund des Indischen Ozeans liegen, ist ein Herankommen schlicht unmöglich. „Kurze Zeit bestand noch Hoffnung. Denn die getrennten Teile schwammen einen halben Tag separat im Meer, mit den Containern drauf“, sagt Stephan Hack. Glücklicherweise wurden jedoch die Seeleute gerettet. Was ist im Vergleich dazu die Ware von Containern, auch wenn es 8000 waren?

 

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 1.0/10 (2 votes cast)
Aus aktuellem Anlass: Containerschiff sinkt vor der Küste Jemens – Eastwest verliert Ware, 1.0 out of 10 based on 2 ratings

Andere Besucher suchten:

  • mol comfort sinkt
  • portalvasen